Mittwoch, 23. Mai 2012

2 Jahren Nex-5

Nach zwei Jahren, tausenden von Fotos und etlichen Videos will ich in diesem Beitrag meine Erfahrungen zur Sony Nex-5 teilen.

Als ich mir die Kamera damals gekauft habe war die Sony Nex-5 die erste spiegellose Systemkamera mit einem Sensor im APS-C-Format. Ihre geringe Größe, die Full-HD Videofunktion und letztlich der gute Preis waren für mich die haupt Kaufargumente. Dies sind auch heute, trotz größerer Konkurrenz, immernoch die großen Pluspunkte. Obwohl die Kamera mit dem von mir meistens verwendeten 18-200mm auch nicht mehr in die Jackentasche passt, ist sie noch leichter als eine DSLR mit vergleichbarem Objektiv.

Die Videofunktion in Verbindung mit dem Bildstabilisator im Objektiv, dem nachführenden Autofokus während der Aufnahme und dem direkten Aufnahmeknopf lässt meiner Meinung nach keine Wünsche offen. Die Bildqualität ist fantastisch und jeder klassischen DSLR ebenbürtig.

Woran ich mich allerdings auch nach zwei Jahren nicht gewöhnen konnte, ist das menülastige Bedienkonzept. Irgendwie braucht mach für ISO, Blende oder Belichtungszeit immer einen Knopfdruck mehr als bei meiner alten Nikon. Dadurch bin ich in letzter Zeit immer häufiger zum reinen Auto-Modus übergegangen.

Eine weitere Schwäche ist der langsame Autofokus bei schwachem Licht. Ich hatte die Kamera ein einziges mal mit auf einer Grillparty und wollte dort Schnappschüsse von Gästen machen. Keine Chance! So lange wie der Fokus im Dämmerlicht braucht um ein Gesicht scharf zu stellen hält niemand still. Oft pumpt der Fokus vor und zurück und bricht dann erfolglos ab.
Wohlgemerkt nur im Dämmerlicht. Bei normalen Lichtverhältnissen ist die Geschwindigkeit ok.

Was mich in der Vergangenheit mehrfach kalt erwischt hat, war der Akku. Er hat nämlich die schlechte Angewohnheit sich innerhalb weniger Wochen komplett zu entladen. Mir ist es einige Male passiert, dass ich einen Monat lang kein Foto mehr gemacht hatte und dann spontan zur Nex-5 gegriffen hab. Und dann nichts. Akku auf null Prozent. Die Kamera geht noch nicht mal mehr an. Rückblickend ist mir das bei meiner Nikon nie passiert.

Das große Schwenkdisplay auf der Rückseite gefällt mir sehr gut. Die Auflösung und Helligkeit sind so gut, dass ich nie einen optischen Sucher vermisst habe. Leider löst sich nach zwei Jahren Nutzung ohne Displayschutzfolie die obere Schicht des Displays ab. Meine Nex-5 funktioniert zwar noch einwandfrei, optisch sieht sie allerdings aus, als hätte ich sie immer zusammen mit Schmirgelpapier in der Tasche gehabt. Dabei wurde sie immer pfleglich behandelt.

Die obere Schicht des Displays löst sich ab
Einige der angesprochenen Kritikpunkte sind sicherlich in dem Nachfolgemodellen Nex-5n mit Touchscreen behoben. Das Touchscreen alleine reicht mir allerdings noch nicht aus um einen Wechsel zu rechtfertigen. Bei der Nex-7 soll der Fokus besser sein. Allerdings kann ich auf den elektronischen Sucher verzichten und bin nicht bereit 1000 Euro für eine Kamera zu zahlen, deren Oberfläche sich vielleicht nach zwei Jahren ebenfalls ablöst.

Daher habe ich mich nach zwei Jahren dazu entschieden wieder zu einer klassische DSLR zurückzukehren und die Nex-5 in Rente zu schicken. Jetzt muss ich zwar etwas mehr Gewicht mit mir rumschleppen, habe dafür aber wieder einen Fokus der auch bei schlechtem Licht treffsicher ist.

 

Freitag, 6. Januar 2012

Silvester in Hamburg

Ein Tipp für jeden Hamburg Besuch ist die Fahrt mit einer Hafenfähre. Am einfachsten mit der HVV Linie 62 von den Landungsbrücken nach Finkenwerder.
Diese Fähre zählt in Hamburg zu den normalen öffentlichen Verkehrsmitteln und kann z.B. mit einem S-Bahn-Tagesticket genutzt werden. Im Gegensatz zur S- und U-Bahn gilt an Bord kein Alkoholverbot, so dass einer Silvesterparty nichts im Wege steht.

Die Fahrt der Linie 62 zwischen 23 und 1 Uhr habe ich dieses Jahr mit meiner Sony NEX-5 gefilmt. Als Objektiv kam  das Sony SEL-18-200mm, F3.5-6.3 zum Einsatz. Die Brennweite hatte ich fest auf 18mm eingestellt um das Video so ruhig und hell wie möglich zu halten.
Im Verlauf des Films nimmt nicht etwa das Rauschen zu, sondern der Nebel auf der Elbe wurde immer dichter. Am Schluss konnte man vom Schiff aus nicht mehr das Ufer sehen.