Sonntag, 26. Juni 2011

Sony E-Mount 18-200mm

Sony bietet für seine Nex Reihe zurzeit ganze drei E-Mount Objektive an. Ein 16mm Weitwinkel, das 18-55mm Kit-Objektiv und ein 18-200mm Zoom-Objektiv. Letzteres kostet stolze 700 Euro und wiegt mit 524g mehr als die Sony Nex-5 inklusive Kit-Objektiv.


Sony SEL-18200 Objektiv (18-200mm, F3.5-6.3, E-Mount, für Sony NEX)


Da ich auf meiner Nikon D50 meistens ein 28-200mm Objektiv drauf hatte, kenne ich die kreativen Möglichkeiten, die diese enorme Brennweitenspanne mit sich bringt noch zu gut. Von weitem in das Geschehen hineinzoomen oder entfernte Motive ganz nah heranholen, macht mit einem solchen Objektiv richtig Spaß.
Nach einem Jahr ausschließlicher Nutzung des 18-55mm wollte ich endlich wieder nah heranzoomen können und habe mir das Sony SEL-18200 Objektiv (18-200mm, F3.5-6.3, E-Mount, für Sony NEX) gekauft. Hier das "Unboxing" Video:



Meine bisherigen positiven Erfahrungen mit diesem Objektiv sind folgende:
  • Der optische Bildstabilisator leistet richtig gute Arbeit. Selbst bei Dämmerung gelangen mir noch handgehaltene Aufnahmen.
  • Die Verarbeitungsqualität ist super. Das Gehäuse ist aus Metall und fühlt sich hochwertig an.
  • Die Brennweite deckt die gesamt Spanne von leichtem Weitwinkel bis zum Mega-Zoom ab.
  • Die Bildqualität ist sehr gut.
  • Die Tiefenschärfe bei hohen Brennweiten sieht fantastisch aus. Motive können sehr einfach vom Hintergrund freigestellt werden.
  • Beim Fotografieren dient das Objektiv als stabiler Griff.

Aufgenommen mit 18-200 bei 19mm, f 4.5, 1/40 sec, handgehalten

Negativ muss ich allerding auch einiges anmerken:
    • Der kompakte und unauffällige Charakter der Nex-5 geht mit dem großen Objektiv verloren. Trotzdem ist die Kombination noch nicht so schwer und auffällig wie eine klassische Spiegelreflexkamera.
    • Hat man die Kamera um den Hals hängen, zieht die Schwerkraft die Linse aus ihrem Gehäuse, so dass man nach kurzer Zeit immer das voll ausgefahrene Objektiv um den Hals baumeln hat. Um dem entgegen zu wirken, kann man mit dem „Lock“-Schalter das Ausfahren verhindern.
    • Für diesen hohen Preis könnte man sich auch einen Adapter (z.B. E-Mount auf A-Bajonett) und ein preiswerteres Zoomobjektiv kaufen. Ob bei einer solchen Lösung der Autofokus und andere Funktionen unterstützt werden, muss man vorher je nach Objektiv in Erfahrung bringen.
    • Das Objektiv ist so groß, dass der normale Aufsteckblitz zu dicht an der Kamera liegt und das Objektiv einen Schatten wirft. Für diesen Fall hat Sony vor kurzem einen größeren Blitz angekündigt und hat schon heute ein Zwischenstück für den normalen Blitz im Angebot (bei Amazon 36 Euro inkl. Versand).
    • Zoomt man während einer Filmaufnahmen, ist nachher auf der Tonspur ein leichtes Kratzgeräusch zu hören.
    • Der Autofokus ist nicht der schnellste. Hat man etwas in 20m Entfernung fokussiert und will danach etwas nahegelegenes fotografieren, kann der Scharfstellungsprozess schon mal etwas länger dauern.
    Insgesamt überwiegen für mich die positiven Eigenschaften und ich würde mir das 18-200 jeder Zeit wieder kaufen.
    Zum Schluss noch ein kurzes Video, das ich komplett mit diesem Objektiv gefilmt habe:

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